Vortrag: Macht und Machtlosigkeit

Seit Beginn seiner zweiten Präsidentschaft sorgt Donald Trump weltweit für große Aufmerksamkeit. Innenpolitisch zeigt er autoritäre Tendenzen. Außenpolitisch setzt er NATO-Partner unter Druck, verfolgt eine unberechenbare Zollpolitik und zeigt machtpolitische Ambitionen. Die militärische Intervention in Venezuela markiert dabei vorläufig einen Höhepunkt. Doch auch Kanada, Mexiko, Kolumbien, Kuba und Grönland scheinen auf seiner politischen Agenda zu stehen. Angesichts seiner vielen und oft widersprüchlichen Aussagen stellt sich die Frage, ob dahinter eine klare politische Strategie steckt oder ob er sich an historischen Vorbildern orientiert.
Der demokratische Westen, der jahrzehntelang an politische Stabilität gewöhnt war, ist dadurch stark verunsichert. Vor seinen Augen bröckelt die internationale Ordnung, die seit dem Zweiten Weltkrieg für relative Stabilität gesorgt hat. Vielleicht war diese Zeit der Ordnung aber nur eine Ausnahme in einer sonst von Konflikten geprägten Geschichte. Ein Blick in die Vergangenheit kann hier wichtige Einsichten liefern und unser Bewusstsein für mögliche Gefahren schärfen. Denn es entsteht der Eindruck, dass mit dem Rückzug der USA als Schutzmacht, einem aggressiven Russland und einem strategisch, aber entschlossen auftretenden China eine neue Epoche beginnt. In ihr könnte das Völkerrecht zunehmend an Bedeutung verlieren.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich der demokratische Westen, insbesondere Europa und Deutschland, positionieren soll. Wie soll man sich in einer Welt behaupten, die „von Stärke, von Gewalt und von Macht regiert wird“, wie Stephen Miller, der stellvertretende Stabschef Trumps, es formulierte, um den Anspruch der USA auf Grönland zu rechtfertigen?
Der Referent verbindet in seinem Vortrag historische Entwicklungen mit aktuellen Ereignissen. Er zeigt Parallelen zur Vergangenheit auf und macht deutlich, welche Gefahren daraus entstehen können. Gleichzeitig eröffnet er die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen, um Wege zu einer friedlicheren Zukunft zu finden.

Fortbildungsnummer P0104-26

Referent:in: Günter Pesler
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    • 26.05.26 Einschreibefrist:26/05/2026
    • 18:30 Uhr - 21:30 Uhr
    • kostenlos
    • Kolpinghaus - Multiraum Bergstraße 124, 4700 Eupen, Belgien
    • max.40

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